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Die Freiwillige Feuerwehr Freudenburg
Chronik 1871 -
heute
Im Laufe des 2. Weltkriegs wurden die gesamten Unterlagen der
Freiwilligen Feuerwehr vernichtet. Im Jahre 1969 veranstaltete
die Wehr die XX. Feuerwehrtage des Landkreises Saarburg. Der
damalige Festausschuß erarbeitete unter der Mithilfe von noch
lebenden Alterskameraden und Bürgern eine Chronik. Diese wurde
vom jetzigen Festausschuß neu überarbeitet und durch
Nachforschung in Archiven und Pressemitteilungen konnten aus dem
1800 Jahrhundert folgende Daten gefunden werden:
Sicherlich war schon in der Mitte des 14. Jahrhunderts, 1346
Verleihung der Stadtrechte, eine Brandwehr vorhanden. (Chronik
650 Jahre Stadtrechte)
Im Jahre 1821 wurde bereits ein Brandweiher in der Balduinstraße
(heute noch die Ortsbezeichnung „Im Weiher“) angelegt. (Alte
Ortskarte von 1821)
Im Jahre 1871 wurde offiziell erstmals eine Wehr gegründet. Aus
15 Männer wurde eine Pflichtfeuerwehr aufgestellt, die vom
Spritzenmeister Nikolaus Beck geführt wurde. (Feuerwehrchronik
von 1969).
Die Beschaffung einer zweiten Feuerwehrspritze wurde
vom Gemeinderat im März 1882 beschlossen. (Beschlussbücher
Gemeinderat)
Im Jahre 1886 wurde dann von einigen Mitgliedern die Freiwillige
Feuerwehr gegründet. Die Wehr wurde geführt von dem
Oberbrandmeister Adolf Gandner.
Am 08.08.1887 kam es in Saarburg zu einem Großbrand, bei dem die
Feuerwehr Freudenburg zur Löschhilfe herbeigerufen wurde. (Saarburger
Kreisblatt)
Am 27. März 1998 beschloss der Festauschuß auf Grund der
gefunden Daten das Gründungsjahr auf
1871 festzulegen.
Im Jahre 1911 übernahm der Oberbrandmeister Johann Spanier die
Wehr. Er verschaffte ihr großes Ansehen bei der Bevölkerung.
(Feuerwehrchronik 1969)
Durch den 2. Weltkrieg verlor die Wehr viele Kameraden und so
war es Franz Biringer, der die Wehr 1946 wieder neu aufbaute.
Herr Biringer wurde 1951 zum Brandmeister berufen und am
20.05.1953 als Amtsinspekteur und 1956 in das Beamtenverhältnis
als Ehrenbeamter für das Amt Saarburg-Land vom Innenministerium
eingesetzt. Jedoch musste er nach einigen Jahren sein Amt aus
gesundheitlichen Gründen aufgeben. In seiner Amtszeit beschaffte
die Ortsgemeinde Freudenburg für die Wehr einen
Tragkraftspritzenanhänger, der heute noch für die Ausbildung der
Jugendfeuerwehr genutzt wird.
Im Jahre 1969 wurde von der Wehr die 20. Feuerwehrtage des
ehemaligen Kreises Saarburg mit einem großen Fest gefeiert. Dies
waren auch die letzten Feuerwehrtage des Altkreises Saarburg,
weil dieser der Verbandsreform zum Opfer fiel und dem neuen
Kreis Trier-Saarburg einverleibt wurde.
Bei dieser Festlichkeit wurde das erste Fahrzeug, ein
Tragkraftspritzenfahrzeug der Marke Ford Transit in Dienst
gestellt. Die damalige Wehr bestand aus vielen jungen Kameraden
mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren.
Unter der Führung
von Vinzens Jäger entstand eine gut ausgebildete Wehr, wodurch
die Anzahl der Mitglieder nach einigen Jahren auf 35 Kameraden
anstieg.
Im Jahre 1982 übergab Vinzenz Jäger nach 20 jähriger Amtszeit
als Wehrführer die Führung an Michael Henn ab und Herr Jäger
wurde zum Ehrenwehrführer der Feuerwehr Freudenburg ernannt..
Im Jahre 1988 wurde anlässlich eines „Tag der offenen Tür“ ein
neues Tragkraftspritzenfahrzeug in Dienst gestellt. 1989 bekam
die Wehr ein Messfahrzeug Gefahrgut, welches bei der Aufstellung
des Gefahrstoffzugs im Landkreis Trier-Saarburg mit
eingegliedert wurde.
Bedingt dadurch ist die Wehr nun auch bei Gefahrguteinsätzen im
gesamten Landkreis gefordert.
Michael Henn übergab 1989 sein Amt als Wehrführer an den
stellv. Wehrführer Bernhard Hein.
1990 gründete die Wehr als erste Feuerwehr in der
Verbandsgemeinde Saarburg zusammen mit der Feuerwehr
Kastel-Staadt eine Jugendfeuerwehr. Bis 1994 wurde die JFW vom
stellv. WF Michael Dibo geleitet und dann vom jetzigen
stellvertreteten Wehrführer Jürgen Fischer übernommen.
Im Jahre 1996 wurde die Jugendfeuerwehr Freudenburg/Kastel-Staadt
in die JFW Freudenburg und JFW Kastel-Staadt getrennt. In den
vergangenen Jahren konnten zahlreiche Kameraden und Kameradinnen in die
aktive Wehr übernommen werden. Auch die ersten aktiven Frauen
der Wehr kommen aus der Jugendfeuerwehr(Christine Hein und
Kristina Arends).
Durch die vielen Aktivitäten der Jugendwehr war es notwendig,
einen Mannschaftstransportwagen anzuschaffen. Das Fahrzeug wurde
durch Eigenmittel und mit der finanziellen Unterstützung der
örtlichen Geschäftsbetriebe gekauft.
Vom damaligen stellv. WF Michael Dibo und einigen Kameraden
konnte es entsprechend umgebaut, bzw. einsatzfähig gemacht
werden.
Durch die ständige Zunahme an Gefahrenobjekten und Einsätzen in
der Gemeinde wurde im Jahre 1993 das TSF gegen eine LF 8/6
ausgetauscht. Das TSF wurde bei der Nachbarwehr Kastel-Staadt
stationiert.
Neues
Fahrzeug:
Im Jahre 2005
beschaffte die Feuerwehr ein neues Mehrzweckfahrzeug, dass den
Mannschaftstransportwagen ersetzen soll. Das Fahrzeug wurde mit
70 % aus eigenen Mittel mit finanziert, der Rest kam aus der
Kreispauschale.
Neubau Gerätehaus:
Am 31. März 2006 war es endlich soweit, Spatenstich für das
neuen Feuerwehrgerätehaus im Gewerbegebiet unterhalb des
Sportplatzes. Von diesem Tag an war man jede freie Minute mit
dem Neubau beschäftigt. Durch eine hohe Eigenleistung der Wehr
mit rd. 4.800 Stunden konnten die vorgesehene Baukosten
eingehalten werden. Wehrführer Bernhard Hein führte die gesamte
Planung, Ausschreibung und Bauleitung für die Verbandsgemeinde
aus. Auch hier konnten Kosten eingespart werden, die der
späteren Inneneinrichtung zugute kamen.
Frauen
halten Einzug in die aktive Wehr:
In 2006 konnte die 5. Frau (Katja Hein) in den aktiven
Feuerwehrdienst verpflichtet werden. Die Feuerwehrfrauen
Kristina Arends, Christine Hein, Katja Hein, Julia Phillips und
Katja Hein haben
sich in der bisherigen Männerdynastie eingelebt und stehen im
Übungs- und Einsatzdienst ihren Mann (Frau).
Einweihung neues Feuerwehrgerätehaus:
Genau ein Jahr
später zog man am 26. April 2007 in das neue Feuerwehrgerätehaus
ein. Am 15. und 16. September 2007 war dann die offizielle
Einweihung. Auch der ehemalige VG Bürgermeister Schartz, der
inzwischen zum Landrat gewählt wurde, kam zur Einweihung. Nun
hat die Wehr ein großräumiges Gerätehaus mit Schulungsraum,
Büro, eine Raum für die Jugendfeuerwehr, sowie Toiletten und
Dusche. Ausreichen Platz vor und hinter dem Gerätehaus, sowie 3
Einstellplätze für die Einsatzfahrzeuge. Die Wehr verfügt durch ihren heutigen Fahrzeugbestand über eine
gute Ausrüstung.
Einheitliche
Dienstkleidung:
In 2008 wurden in
eigener Regie neue Dienstkleidung für die gesamte Wehr
angeschafft. Nun kann sich die Wehr auch bei offiziellen
Anlässen in einem einheitlichen Erscheinungsbild präsentieren.
Unter der
Wehrführung von Bernhard Hein und Jürgen Fischer, sowie mit
einer hoch motivierten Mannschaft mit einem guten
Ausbildungsstand kann die Feuerwehr Freudenburg und sein
Bürger beruhigen in die Zukunft blicken.
In der heutigen Zeit ist es sicherlich nicht einfach, bei dem
reichhaltigen Angebot von Freizeitgestaltungen in der
Ortsgemeinde noch eine Feuerwehr personell aufrecht zu erhalten.
Durch die vielen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr, Feuerwehr,
z.B. Unterstützung bei Festveranstaltungen von Ortsvereinen, der
Gemeinde und Kirche, hat sich die Wehr ein hohes Ansehen
erworben.
Die Kameradinnen/Kameraden der Feuerwehr Freudenburg werden auch
weiterhin für den Nächsten da sein, denn auch heute gilt für Sie
immer noch der Wahlspruch
Gott zu Ehr,
dem Nächsten zur Wehr.
Wehrführer und Stellvertreter
1871- 1886 Beck Nikolaus Pflichtfeuerwehr
1886 - 1911 Gandner Adolf, Hilgert Peter
1911 - 1949 Spanier Johann, Kettenhofen Peter
1949 - 1956 Biringer Hans, Ternes Alois
1956 - 1959 Ternes Alois, Kettenhofen Peter
1959 - 1963 Blang Helmut (kein Stellvertreter)
1963 - 1982 Jäger Vinzens, Jäger Ludwig
1982 - 1984 Henn Michael, Jäger Ludwig
1984 - 1989 Henn Michael, Hein Bernhard
1989 - 1993 Hein Bernhard, Dibo Michael
1993 - Hein Bernhard, Fischer Jürgen
Feuerwehr
Freudenburg um die Jahrhundertwende

Feuerwehr Freudenburg 1985

Feuerwehr Freudenburg 1995

Feuerwehr Freudenburg 2007

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